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Stress am Arbeitsplatz (Teil 3): Was kann man dagegen tun?

Die Wirtschafts- und Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Vieles hat sich im Bereich Arbeitssicherheit verbessert, doch setzen uns heute vor allem psychosoziale Belastungen wie Stress, Burnout, Überwachung oder Mobbing zu. Um damit besser umgehen zu können, ist es wichtig, diese Belastungsfaktoren zu erkennen und sich ihnen bewusst zu werden. Im dreiteiligen Blog-Beitrag der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz erhalten Sie Informationen und Tipps zum Thema Stress.

Hier geht’s zum ersten Blog-Beitrag „Stress: Worum geht es?
Hier geht’s zum zweiten Blog-Beitrag „Stress: Wie erkennt man ihn?

 

Teil 3: „Stress: Was kann man dagegen tun?“

Das können Arbeitnehmende tun

Die meisten Menschen wissen, wie sie ihre körperliche Gesundheit fördern können – beispielsweise durch eine ausgewogene Ernährung oder durch tägliche Bewegung. Es ist auch allgemein bekannt, dass gute Umwelt- und Arbeitsbedingungen der Gesundheit zuträglich sind. Psychische Gesundheit wird dagegen kaum thematisiert. Dabei kennt jede und jeder Rezepte gegen Krisen oder kann mit dem alltäglichen Stress mehr oder weniger gut umgehen. Hier setzt die Kampagne «10 Schritte für deine psychische Gesundheit» an:

  • Was sind Alarmzeichen?
  • Wie halte ich die Balance zwischen Beruf und Familie?
  • Wo finde ich Rat und Hilfe?

Die «10 Schritte für deine psychische Gesundheit » unterstützen das Gesundbleiben und können dazu beitragen, psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Hier einige Beispiele für die einfache Integration in Ihren Alltag:

  • Aktiv bleiben und sich regelmässig bewegen
  • Neues lernen
  • Bei Herausforderungen um Hilfe fragen
  • Sich entspannen
  • Mit Freunden in Kontakt bleiben

Weitere spannende Tipps und zusätzliche Informationen erfahren Sie in dieser Broschüre.

Zudem gibt es schweizweit ein breites Angebot an Kursen, in welchen Techniken und Strategien zur besseren Stressbewältigung vermittelt werden. Falls die Belastungen vor allem bei der Arbeit zu finden sind, empfiehlt es sich mit Vorgesetzten und Arbeitskolleginnen und –kollegen das Gespräch zu suchen. Falls sich dies schwierig gestaltet, können das Personalmanagement (HR) oder die Personalkommission ebenfalls Anlaufstellen sein.

Weiterführende Informationen:

 

Das können Arbeitgeber tun

Wichtig ist hier das Bewusstsein, dass in Firmen mit Massnahmen zur Stressreduktion jedes Jahr sehr viel Geld gespart werden kann. Laut Job Stress Index 2016 kostet Stress die Schweizer Unternehmen nämlich jährlich mehr als 5,7 Milliarden Franken. Mit geeigneten Informations- und Präventivmassnahmen lassen sich diese Kosten nachhaltig reduzieren.

Im Folgenden finden Sie Informationen zum Umgang mit psychosozialen Risiken sowie zum Aufbau eines systematischen betrieblichen Gesundheitsmanagements im Unternehmen. Weitere wichtige Informationen bietet die Website www.gesundheitsfoerderung.ch.

Weiterführende Informationen:

 

Über den Autor

Reto Kälin ist Projektleiter Partner Relations im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement bei Gesundheitsförderung Schweiz. Die Stiftung hat sich als langfristiges Ziel gesetzt, die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung zu verbessern. Durch Informationen und Befähigung sollen Menschen motiviert werden, die eigenen Lebensweise gesund zu gestalten. Zum Tätigkeitgebiet von Reto Kälin gehören der Aufbau und die Pflege von Partnerschaften mit dem Ziel, das betriebliche Gesundheitsmanagement in der Arbeitswelt noch stärker zu verankern und die Umsetzung weiter voranzutreiben. Privat treibt Reto Kälin viel Sport, geniesst den Austausch mit Freunden und verbringt viel Zeit mit der Familie. Dies hilft ihm, eine gesunde Balance zwischen Belastungen und Ressourcen zu halten.